Teuer oder billig einkaufen?

Soll man sich als Hobbymusiker (Amateur, Liebhaber, Dilettant – im besten Wortsinne) eins von diesen ausgesprochen (manche sagen: sündhaft) teuren, scheinbar nur für den Bedarf der Berufsmusiker (“Profis”) gedachten Instrumente kaufen?

  • Lohnt sich das?
  • Ergibt das Sinn?
  • Hat der Laie etwas davon, auf einem Profi-Instrument zu spielen?

Ich sage dazu: Ja.

Denn:

  • Für den Amateur spielt es sehr wohl eine Rolle, ob er eine handgerechte, leichtgängige Mechanik hat, die alle Griffkombinationen optimal unterstützt – oder nicht.
  • Es spielt für ihn eine Rolle, ob sein Instrument eine ausgeglichene Intonation unterstützt – oder nicht.
  • Es spielt für ihn eine Rolle, ob das Instrument ein ausgeglichenes Klangbild über alle Register (Registerwechsel) erzeugen kann – oder nicht.

Und das alles gilt bereits, wenn man auch nur mehr als einen Ton spielt!

  • Auch der Amateur wird es zu schätzen wissen, wenn die Mechanik seines Instrumentes auch noch nach Jahren keine Verschleißerscheinungen zeigt, und eine Fachwerkstatt die allgemein notwendigen kleineren Nachjustierungen und Verschleißteilersetzungen leicht und schnell durchführen kann.

Und genau das sind die prinzipiellen Unterschiede zwischen den (sehr) preiswerten und den (sehr) teuren Instrumenten.

Zugegeben:

Nicht alle preiswerteren Instrumente sind in allen Punkten den teureren (deutlich) unterlegen. Man kann sehr wohl Glück haben, wenn man sorgfältig aussucht. Aber man muss doch mit hoher Wahrscheinlichkeit Zugeständnisse machen. Meine Erfahrung: Unter 1.200 Euro (Stand 2020) sollte man den Neukauf einer Klarinette nicht ernsthaft erwägen.

Birnenfamilie
Birnen: Grenadill und Buchsbaum - A, B und C - Foto 2015 © Achim Hohlfeld.

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